Wahl-Talk bei "Felix die Zeitung"
Dominik Aliesch und ich konnten uns am 7. November, im Felix Bistro den Fragen von Redaktionsleiter Ueli Daepp stellen.
Hier ein Auszug meiner Antworten, die ich noch umfangreicher beschrieben habe.


L+A im Wahl-Talk Felix die Zeitung.pdf
Tagblatt 13.11.2020 Steinachs Parteien stellen sich hinter den SVP Kandidaten.pdf

Meine Parteilosigkeit

Der grösste Unterschied zwischen mir und meinem Gegenkandidaten liegt darin, dass ich mit meiner politischen Haltung auf der liberalen Seite stehe. – Ich gehöre keiner Partei an, bin aber „liberal denkend“ und sehe mich politisch in der Mitte zwischen CVP und FDP. 


Unser Gewerbe

Wie konkret soll die Gemeinde das lokale Gewerbe fördern? 

Bei Auftragsvergaben müssen wir, wenn immer möglich, das Steinacher Gewerbe oder mindestens Betriebe aus der Region berücksichtigen. –  Dabei muss berücksichtigt werden, dass es mit der schweizerischen Gesetzesgrundlage nicht so einfach ist, nur die Unternehmen im eigenen Dorf berücksichtigen zu können. Bei jeder Vergabe müssen wir aber alle Möglichkeiten ausschöpfen, um in erster Linie das eigene Gewerbe berücksichtigen zu können. 


Natur- und Umweltschutz

Hochwasserschutz und Renaturierung der Steinach? 

Zweimal Ja. – Mit Priorität auf Hochwasserschutz.

Der kritische Bereich ist das Nadelöhr bei der SBB-Überführung. Diese Stelle muss dringend angegangen werden. Hier waren bisher die Industrie an der Amperestrasse und die Wohneinheiten Säntis- und Bahnstrasse die Leidtragendenden. Die grösste Hürde bei diesem Abschnitt ist der Eigentümer der Bahnlinie, die SBB. Bis hier eine Lösung vorliegt, können Jahre vergehen. Allenfalls muss über mittelfristige Lösungen nachgedacht werden. So könnte z.B.  aufstauendes Wasser über ein natürliches Retentionsbecken dosiert werden. 

Soll der Gemeinderat seine Umwelt- und Energiepolitik so weiterführen wie bisher?

Ja. Die Frage, ob der GR noch mehr in den Umweltschutz investieren soll, verneine ich. – Es ist wichtig, dass wir den guten Stand aufrechterhalten und uns aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen. In der Energie- und Naturschutzpolitik kann man immer etwas machen. Wir müssen am Ball bleiben und uns auf gutem Niveau halten. Dabei soll stetiger Wandel und die Weiterentwicklung im Auge behalten werden.

 

In Zukunft

Ein Hochhaus in Steinach?

Ja, aber! – Ich bin für bauen in die Höhe und optimale Flächenausnutzung, weil Städte wachsen werden und es die Stadtbevölkerung aufs Land ziehen wird. Um den Landverschleiss so gering wie möglich zu halten, werden wir uns über kurz oder lang auch mit «Bauen in die Höhe» befassen müssen. Aber auch Höhe hat ihre Grenzen.

Das bestehende Hochhaus-Projekt "Terra Nova" ist keine optimale Lösung, hat aber auch gute Aspekte. So wird in Verbindung mit diesem Projekt, auch an die Renaturierung zwischen Bahnlinie und Areal ehemalig Swiss Windows, Schöntalstrasse gedacht. Auch hier besteht eine Chance einen Teil Natur zurückzubekommen.


Unsere Geschichte, unser Vermächtnis

Soll die Gemeinde das Gredhaus kaufen?

Ja. Denn wenn die Chance kommt, dieses Gebäude zu kaufen, dann sollte die Gemeinde zugreifen, wie damals beim Stoffel-Park. Denn diese Chance wird vielleicht nur einmal kommen – und wenn sie weg ist, ist sie weg. 

Der Betrieb könnte dann z.B. mittels einer Stiftung geführt werden, wie das beim Schloss Roggwil der Fall ist. Ich kann mich erinnern, als ich damals als kleiner Junge in Roggwil gewohnt und als Schüler Fronarbeit geleistet habe, um bei der Erhaltung des Schlosses mitwirken zu dürfen. Auch die Jugend wurde damals mit einbezogen.

Die Ruine Steinerburg gehört hier auch dazu. Sie hat uns zwar nur ein paar wenige Franken gekostet. Ein gewisser Unterhalt wird es aber auch hier geben müssen. An dieser Stelle danke ich den Bürgerinnen und Bürgern, die sich im Sommer 2020 auf Eigeninitiative hin, um die Steinerburg gekümmert haben und sie aus ihrem Dornröschenschlaf befreit haben.

Möchten Sie mehr über mich erfahren? Gerne beantworte ich dazu Ihre Fragen. 
Schreiben Sie mir ein Mail:      reslutz@andreas-lutz.ch